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Arbeitsweise , Was ist Plasmaschneiden?
Das Plasma ist ein thermisch
hochaufgeheiztes, elektrisch leitfähiges Gas, das aus positiven und negativen
Ionen, Elektronen sowie angeregten und neutralen Atomen und Molekülen besteht.
In der Physik spricht man häufig vom 4. Aggregatzustand.
Als Plasmagas werden z. B. das
einatomige Argon und/oder die zweiatomigen Gase Wasserstoff, Stickstoff,
Sauerstoff und Luft eingesetzt. Diese Plasmagase ionisieren und dissoziieren
durch die Energie des Plasmabogens. Durch Rekombination der Atome und Moleküle
außerhalb des Strahlenerzeugungssystems (SES) wird die aufgenommene Energie
schlagartig frei und verstärkt die thermische Einwirkung des Plasmastrahles auf
das Werkstück.
In der Regel wird das Plasma durch eine
wassergekühlte Düse zusätzlich eingeschnürt. Dadurch können Energiedichten bis
2x106 W/cm2 im Plasmastrahl erreicht werden. Durch die
hohe Temperatur expandiert das Plasma und strömt mit Überschallgeschwindigkeit
in Richtung Werkstück (Anode). Im Plasmabogen entstehen Temperaturen bis 30.000
°C, die in Verbindung mit dem hohen kinetischen Energieanteil des Plasmastrahls
sehr hohe Schneidgeschwindigkeiten in Abhängigkeit von der Materialdicke an
allen elektrisch leitfähigen Werkstoffen realisieren.
Für den Schneidprozeß wird zunächst ein
Pilotbogen zwischen Düse und Katode mittels Hochspannung gezündet. Dieser
energiearme Pilotbogen bereitet durch teilweise Ionisation die Strecke zwischen
Plasmabrenner und Werkstück vor. Berührt der Pilotbogen das Werkstück
(fliegendes Anschneiden, fliegendes Anstechen), wird durch eine automatische
Leistungserhöhung der Hauptbogen eingeleitet |